Dummyarbeit

Was ist Dummyarbeit ?

Die Dummyarbeit hat ihre Wurzeln in der Jagdhundeausbildung. Es werden Aufgaben trainiert, für die im Jagdalltag ein apportierender Hund gebraucht wird. Die Dummys (siehe Bilder) ersetzen dabei das Wild. Das Training orientiert sich an den unterschiedlichen Situationen bei der Jagd und lässt sich in sechs Teilbereiche einteilen:

Freiverlorensuche / Große Suche

Hierbei liegen die Dummys in einem vorher festgelegten größeren Gebiet, ca.  50 x 50 Meter. Hund und Mensch kennen die Liegestellen der Dummys nicht. Der Hund soll das Gebiet, welches ein Wald sein könnte, große Wiese oder ähnliches..selbstständig und systematisch absuchen und die gefundenen Dummys apportieren, die eventuell unter Gehölz, starkem Bewuchs, Blättern oder Hecken liegen.

Markieren

Auf Sicht wird ein Dummy ,für das Mensch- und Hundegespann, mit einem Geräusch (Entenlocker oder Schuss)  geworfen. Der Hund soll sich die Fallstellen der Dummys merken und darf sie apportieren, wenn er das Signal vom Hundeführer dazu bekommt. Es erfordert ein hohes Maß an Impulskontrolle und Gehorsam. Er darf nicht einspringen, sprich ohne Kommando los laufen. Mehrere Dummys können nacheinander fallen, sodass der Hund längere Zeit warten und mehrere Fallstellen behalten muss. Manchmal kann der Hund die Flugbahn nur zu einem Teil oder gar nicht sehen, beispielsweise wenn Dummys hinter einen Hügel oder eine Hecke, in ein Gestrüpp oder in ein Gewässer fallen. 

Einweisen / Blinds

Hier weiß der Hundeführer, wo das Dummy liegt, der Hund weiß es jedoch nicht. Der Hund muss lernen, seinem Hundeführer zu vertauen und auf das Kommando "Voran" "Back" "Go" "Apport" eine gerade Linie zu laufen und dann auf weitere Kommandos, die durch Zurufe oder Pfeifsignale ertönen zu reagieren.
Durch den Stopp-Pfiff weiß der Hund, dass nun die Richtungssignale „Rechts – Links“  oder "Back/Voran", kommen werden. Es ist schwierig für einen Spaniel, seine Arbeit kurz dafür zu unterbrechen, da er meistens das Dummy schon in der Nase hat und es meist besser weiß, als das Frauchen. Durch den Suchen-Pfiff weiß der Hund, dass er ein Suchengebiet von 10x10 Meter hat. Das erfordert viel Trainingszeit, einen kleinschrittigen, gut durchdachten Trainingsaufbau und Vertrauen des Hundes zu seinem Menschen und manchmal auch anders herum.

Buschieren

Das Buschieren ist die spanieltypischte Aufgabe. 
Sprich:  die Arbeit vor dem Schuss. 
Hier soll der Hund vor der Flinte max. 35m quersuchen. Im Jagdlichen das Niederwild aufschäuchen und im Dummybereich die Dummys suchen, finden und bringen und nach weiterem Kommando weitersuchen. 

Wasserarbeit

Bei der Wasserarbeit können wie oben beschrieben, sowohl Marks als auch Blind Aufgaben kommen, wo Dummys in das Wasser geworfen werden. 

Schleppen

Bei der Schleppenarbeit wird simuliert, dass ein krankgeschossenes Wild flüchtig ist. Der Hund muss eigenständig auf der Schleppe laufen und bei der Dummyarbeit das Dummy bringen und bei dem Jagdgebrauch apportiert der Hund das Haarwild oder Federwild zum Hundeführer.



Jagdliche Arbeit

Bei der jagdlichen Arbeit werden wie die oben beschriebenen Aufgaben nur mit Wild geübt. 
Wobei man anfangs das Apportieren mit Dummys übt.

Dazu kommt die Schweißarbeit .
Sprich: Schleppen auf krankgeschossenes Haar- und Federwild und die Riemenarbeit auf krankgeschossenes  Schalenwild. 

Das Buschieren wird bei der Niederwild benötigt und das Stöbern bei Drückjagden. 
Hier ist es schwierig, beides gleichzeitig zu üben, da der Hund anfangs noch nicht unterscheidet, bis wo er laufen darf und wohin nicht. Beim Buschieren darf er die 35m nicht überschreiten und beim Stöbern ist es lieber gesehen, dass der Hund weiträumig und tiefgründig das Gelände absucht.